Königsetappe - so oder so...

 

Auch am heutigen Tag wurden wir zum Frühstück auf der Dachterrasse mit strahlendem Sonnenschein begrüßt. Da bereits am heutigen dritten Tag die Königsetappe auf dem Plan stand, waren wir etwas früher dran als sonst. Im Teilnehmerfeld gab es eine gewisse Aufregung, Anspannung und sicher auch Vorfreude auf den heutigen Tag. Nicht ganz zu Unrecht, standen doch immerhin 170km und etwa 2800hm auf dem Plan. Micha und ich kannten die Strecke ja bereits aus unserem winterlichen Besuch, so dass wir in etwa wussten was uns erwartet. Eine tolle Runde, mit grandiosen Ausblicken, schnellen Abfahrten, aber ebend auch langen und fordernden Anstiegen. Da der Trainingsstand unserer Mitfahrer doch recht weit gefächert ist, beschlossen wir, einfach als Gruppe loszufahren und dann im Verlauf der Etappe zu entscheiden, wer mit wem wie und wo fährt, damit am Abend alle Teilnehmer wieder gesund im Hotel eintreffen. Gesagt getan. Auf der Küstenstraße, der man hier einfach nicht entgehen kann, ging es mit angenehmen Rückenwind die ersten 23km in Richtung Osten bis Almunécar. Dort bogen wir dann wieder mal ab in Richtung Gebirge, und starteten mit der Auffahrt auf der "Carretera de la Cabra". Sie führt uns zunächst auf knapp 30km hinauf zum Pass mit dem wohlklingenden Namen "Collado de los Poyos del Pescado" auf 1274m. Die landschaftliche Vielfalt entlang dieser Traumstraße ist wirklich enorm: Kirschenplantagen in Küstennähe, später Avocados und Oliven und letztlich die nur noch sehr karge Vegetation des Gebirges. Alles garniert mit Blick aufs Meer und großartigen Aussichten in Täler und Schluchten. Zum Leidwesen einiger Mitfahrer war mit dem Pass leider der höchste Punkt der Etappe noch nicht erreicht. Landschaftlich nicht weniger schön, windet sich die Straße dann weitere 15km auf einer Hochfläche bis auf immerhin 1355m, wo sowohl der höchste Punkt als auch die Verpflegungsstation fürs Mittag erreicht war. Wir grübelten nur kurz darüber, wie sich in so abgelegener Gegend so ein Restaurant halten kann, und gingen dann dazu über reichlich Nudeln und Käse- / Schinkenbrote zu ordern. Alles äußerst schmackhaft und vielleicht auch die Antwort auf die vorhergenannte Frage. Aufgrund der vorgerückten Stunde, mittlerweile war es halb vier, fassten wir hier den Entschluss die Gruppe zu teilen. Thommy, Falk und Ändi wählten den selben Rückweg um sich die Traumstraße aus der anderen Perspektive auch noch einmal anschauen zu können. Micha, Julia, Chris, Julian und ich wollten die Runde vervollständigen und machten uns auf die 100km lange Reststrecke. Zum Glück ist es hier zu dieser Jahreszeit doch schon recht lang hell und zum Glück wussten wir von unserem letzten Besuch im Januar dass uns hier auch noch etwa 40km Abfahrt das Leben etwas leichter machen würde. So ging es also durchs Hochland, was deutlich grüner aussah als noch im Januar und somit landschaftlich auch sehr reizvoll war. Bei km 120 gab es nochmal einen kleinen Zwischenstopp an der Tankstelle, bevor wir uns dann in eine etwa 35km lange Abfahrt hinunter zum Meer stürzten. Vor lauter Aussicht genießen musste man ein wenig aufpassen die Straße nicht aus dem Blick zu verlieren.;-) Die letzten 20km ging es dann mal wieder auf der auf der Küstenstraße gen Nerja, Micha spannte sich gewohnt zuverlässig vor unseren kleinen Zug, so dass wir zügig und vor allem noch im Hellen im Hotel ankamen. Fazit: Wahnsinnsrunde mit grandiosen Aussichten und Erinnerungspotential sowie Stolz bei allen Beteiligten über das Geschaffte. Ne richtige Königsetappe eben. 

Morgen gibt es dann einen Tag Pause mit individueller Gestaltung und am Donnerstag geht es dann in die zweite Hälfte unserer Muskeln für Muskeln Rennradwoche.

 

 

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