Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

 

 

Ein breites, stolzes Grinsen war heute bereits am frühen Vormittag auf den Gesichtern aller Teilnehmer zu erkennen, als sich die Gruppe nach einer nur 25 km langen Aufwärmphase auf dem Gipfel der Randa zum sagenhaften Ausblick traf. Wir wählten eine Anfahrt über die, von den meisten Radtouristen ignorierte, alte Randastrasse, die über kurze, steile Serpentinen vorbei am Kloster Santuari des Gracia (http://de.wikipedia.org/wiki/Santuari_de_Nostra_Senyora_de_Gràcia), auf halbem Anstieg auf die Hauptroute stößt. Ob es an der Genugtuung lag, die Auffahrt erfolgreich gemeistert zu haben (sie wurde gestern noch aus Zeitgründen verschoben) oder an der fest versprochenen  Mittagspause bei Mallorcas spektakulärstem Kuchen-Buffet, sei mal dahingestellt, aber beides sind in jedem Falle sehr glaubhafte Beweggründe.

 

Wohl verdienter Ausblick vom Klosterberg Randa

 


Die weitere Route führte uns über Algaida nach Sencelles, auf einer im übrigen tadellos neu geteerten Strasse. Ein sehr gutes Beispiel dafür, dass vielerorts auf die Anregungen aus der Radsportcommunity schnell und soweit für uns ersichtlich, unkompliziert reagiert wird. Andi und ich haben uns beide angeschaut und gefragt, wie lang es wohl in Deutschland dauern würde, eine 10 km lange Strasse komplett zu erneuern, zumal wenn sie zu 90 % ausländischen Radfahrern zugute käme. Bei unserem letzten Besuch im März eignete sich diese Strasse nämlich noch zum erstklassigen Üben für Bunnyhops.

 

Die anschliessenden zwanzig meist von Rückenwind begleiteten Kilometer in Richtung Santa Maria del Cami führten uns größtenteils über den bei Rennradlern sehr beliebten Cami de Vell de Muro, welcher das nördliche Inselzentrum mit der Region um Palma de Mallorca verbindet.

 

Nun war es vorerst geschafft: nach ziemlich genau 60 km und 2:30 h Fahrzeit stellten wir die Räder erstmal ab, um uns an der schon angekündigte Kuchenauswahl satt zu sehen und satt zu essen. Gefunden haben wir dieses Paradies für Naschkatzen (http://www.elephant10.com/restaurants_mallorca/244/celler-sa-sini) dank unserer Freunde aus dem Norden http://www.muskeln-für-muskeln.de, die wir hier im März getroffen haben, als sie sich die ersten Trainingskilometer für ihre RTF im Juli gegönnt haben.

 

Die Qual der Wahl

 

Reichlich (oder vereinzelt auch mehr) gestärkt, setzten wir die Fahrt fort, mit dem Vorhaben, nicht wieder erst 30 min vor dem Abendessen im Hotel anzukommen, sondern allen von uns noch die Möglichkeit zu bieten, die Sonne IN RUHE, ÜBERWIEGEND LIEGEND zu genießen. Wir nahmen also direkten Kurs nach Süden, durch die Ortschaften Santa Eugenia, abermals Alagaida und Llucmajor auf den schönen, kleinen, meist autofreien Strassen entlang der Felder und Fincagrundstücke, die uns wunderbare Routen von und nach Campos ermöglichen.

 

Für morgen ist ein allgemeiner Ruhetag angesetzt um den Beinen, etc. eine wohlverdiente Pause zu gönnen. Ein Lob an dieser Stelle für all unsere tapferen Teilnehmer, die sich alle sehr wacker halten und hier für den Guten Zweck die Zähne sicher manchmal zusammenbeissen müssen.

 

 

 

 



 

 

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